Hochaktuell: elektronischer Leistungsnachweis (eLNW) - AOK Rheinland-Pfalz/Saarland vereinbarte Testlauf mit .snap-Lösung

Zwischen Karlsruhe und Trier, 50 km östlich von Saarbrücken liegt die Ortschaft Battweiler, in welchem die Ökumenische Sozialstation ihren Geschäftssitz hat. Die Einrichtung ist seit 1997 ein wichtiger Dienstleister im Bereich der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung. Die Sozialstation versorgt aktuell 320 Klienten im ländlichen Raum Südwestpfalz zwischen Pirmasens und Zweibrücken. Das Dienstleistungsangebot umfasst Grund- und Behandlungspflege, Hauswirtschaft und eine ambulante Betreuung. Seit 2018 verfügt die Einrichtung über eine Tagespflege mit 14 Plätzen. Das Gesundheits- und Pflegezentrum der Ökumenischen Sozialstation Thaleischweiler-Fröschen /Zweibrücken Land e.V. leitet der Geschäftsführer Peter Haase. Seit 2009 wird mit .snap ambulant gearbeitet. Die Einsatzkräfte haben 40 Smartphones mit .snap MDA im täglichen Einsatz. 

Im März 2020 gab es einen bedeutsamen Besprechungstermin in Battweiler. Mitarbeiter der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland besuchten das Gesundheits- und Pflegezentrum, um sich den Praxisablauf vor Ort erklären zu lassen.

Thema: Leistungsnachweis bei elektronischer Leistungserfassung und digitaler Unterschrift in der häuslichen Krankenpflege (SGB V) und in der häuslichen Pflege (SGB XI).

Im Mittelpunkt stand dabei der komplette Ablauf der elektronischen Leistungserfassung bis hin zur elektronischen Unterschrift des Leistungsnachweises.
Dabei war ein Aspekt besonders zu überprüfen: Kann nach der Unterschrift des Versicherten auf dem elektronischen Leistungsnachweis auch tatsächlich keine Änderung mehr vorgenommen werden? Konkret bedeutet hier Revisionssicherheit, dass jegliche spätere Manipulationen ausgeschlossen sein müssen, nachdem der Kunde auf dem Smartphone der Einsatzkraft nach Monatsende die Korrektheit des Leistungsumfangs auf dem .snap MDA bestätigt hat.

Originalton der AOK nach dem Ortstermin:
„Aufgrund der dargestellten Softwaremöglichkeiten zum elektronischen Leistungsnachweis bis hin zur elektronischen Unterschrift sind wir überzeugt, dass dies ein sicheres Verfahren ist und ein nächster wichtiger Schritt für die Digitalisierung der Prozesse in der häuslichen Krankenpflege und der ambulanten Sachleistungspflege bedeutet.

Aus diesen Gründen möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir dem Verfahren für die häusliche Krankenpflege SGB V und ambulanten Sachleistungspflege nach SGB XI testweise bis 30. September 2020 zustimmen. Im Falle, dass es während der Testphase zu Problemen kommt, kann der Test beendet werden. Sollte das Verfahren jedoch, wovon wir aktuell ausgehen, problemlos laufen, kann es unter der Voraussetzung, dass es nicht zu Fehlern / Problemen kommt, ab 1. Oktober 2020 weiter fortgeführt werden.“

eLNW - Was bedeutet das für die Praxis:

  • Leistungsnachweise in gewohnter Papierform sind damit Schnee von gestern
  • die Pflegedienstleitung überprüft täglich die Tourenrückmeldung der Einsatzkräfte
  • ist der Monat abgeschlossen und geprüft, erfolgt die automatische Aufforderung zur Einholung der Unterschrift auf dem Smartphone
  • die Einsatzkräfte bekommen nach Monatsende auf dem Smartphone automatisch angezeigt, bei welchem Hausbesuch zusätzlich die Unterschrift des Versicherten einzuholen ist.
  • Dies kann das SGB V oder SGB XI betreffen, wie z.B. §39 Verhinderungspflege oder §45b Entlastungsbetrag.

www.gpz-battweiler.de

Geschäftsführer Peter Haase
Die Einrichtung ist den Spitzenverbänden Caritas und Diakonie in Rheinland-Pfalz angeschlossen.

Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zu ambulanten Pflegediensten in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Uwe Heil, Geschäftsstelle Mitte in Fulda
heil@euregon.de