Digitaler Aufbruch in Ostfriesland - papierlose Pflegedoku mit .snap

Hamburg - In Ostfriesland, im Landkreis Leer arbeitet die Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen. Aktuell werden fast 900 Klienten betreut von ca. 220 Mitarbeitenden.
Seit 2012 wird mit snap ambulant gearbeitet. Die Einsatzkräfte arbeiten mit 160 Smartphones und 8 Tablets.

2020 wurde ein großer Schritt in eine digitale Zukunft gemacht.
Die handschriftliche Pflegedokumentation vor Ort beim Klienten wurde abgeschafft. Die Einsatzkräfte protokollieren jetzt alle Pflegeinformationen auf dem Smartphone, Übergabeberichte werden per Spracherkennung erstellt, so dass alle im Team aber auch die Pflegedienstleitung jederzeit im Bilde sind.

Qualitätssprung durch Digitalisierung
QM-Beauftragte Angelika Rudolph ist von den neuen Möglichkeiten beeindruckt: "Unterm Strich habe die Mitarbeitenden mehr Zeit für die Versorgung unserer Patienten. Die Dokumentation geht schneller, viele Mitarbeitende nutzen die Spracheingabe und können somit noch einfacher dokumentieren. Es gibt keine unleserlichen handschriftlichen Einträge mehr, die Dokumentation ist immer lesbar. Als Qualitätsmanagementbeauftragte kann ich schnell erkennen, ob der Pflegeprozess umgesetzt wird. Das war vorher mühsam."

eLNW-Unterschrift auf dem Smartphone - selbstverständlich
Bereits 90% der Leistungsnachweise werden in digitaler Form zurückgemeldet. Damit kann deutlich schneller mit den Kranken- und Pflegekassen abgerechnet werden.

Pflegedienstleitung Sandra Groth zur papierlosen Klientenneuaufnahme: "Das Angebot kann gleich vor Ort digital unterschrieben werden, es ist dann in der digitalen Akte beim Klienten. Effizienter geht es nicht. Alle Details können vor Ort besprochen und dokumentiert werden, ohne dass Formulare in Papierform benötigt werden."

Mehr dazu in Fachzeitschrift Häusliche Pflege
Ausgabe April 2021, Seite 26 - 28
Schwerpunkt Digitalisierung: "Wir haben den Schritt gewagt"
Praxisbericht von Marcus Schumacher

haeusliche-pflege.net
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